Unsere spezielle Mitreisende…

Ich hab sehr lange überlegt, ob und wie ich das Ganze verblogge… Aber diese sehr interessanten Geschehnisse kann ich Euch nicht vorenthalten.

Wie ich bereits geschrieben habe, war ich in Nicaragua bis Leon mit 3 anderen (1 Kanaderin, 1 Französin und einem Amerikaner) und wir hatten gemeinsam eine super Zeit. Aber unsere Französische Kollegin schon sehr speziell, das ich mich sogar manchmal fast fremdgeschämt habe und das kommt wirklich selten vor 😉 .

Die Französin war 26 Jahre alt und damit etwas älter wie wir und studiert derzeit im Master Pharmazie. Auch hat sie nicht schlecht ausgesehen und war sportlich, was Sie einsetzen zu wusste und Ihr vermutlich in der Regel geholfen hat, dass ihr ein paar Latinos gerne Ihr Gepäck getragen haben. Und der Witz war, wie man auch auf dem Bild erkennen kann,  sie hatte mehr Gepäck als iie tragen konnte und man musste Ihr helfen, um überhaupt den Rucksack aufzusetzen. Und mehr als 1 Kilometer konnte sie mit dem Gepäck nicht laufen. Backpacking definiere ich anders. Aber anstatt Sachen wegzuschmeißen, hat sie ständig noch mehr gekauft. Aus dem Grund haben sich Andrew und ich immer konsequent geweigert, etwas von ihr zu tragen.

Das ganze ist zwar erheiternd aber noch nicht weiter schlimm. Aber unsere „Special Lady“, wie ich sie liebevoll getauft hatte, konnte im Restaurant auch nie, das bestellen was auf der Karte stand. Das wäre ja zu einfach und deshalb musste sie sich in jedem Restaurant ihr eigenes Gericht zusammenstellen und hatte immer 1000 Extrawünsche. Was machen Kellner auch schon genervt hat. Aber das ist jetzt auch noch nicht so Special.

Natürlich war sie auch etwas wählerischer wie der Rest und wollte nicht in einfache Restaurants und Streetfood essen gehen. Und es sollten in der Regel auch etwas bessere Hostels sein. Irgendwann ist dann aufgefallen, das man doch etwas sparen wollte und sie wollte zwanghaft in das billigste Hostel in Granada. Der Rest wollte in ein 1 bis 2 Dollar teureres Hostel, aber sie hat sich durchgesetzt. Das Hostel war nicht super, aber auch nicht schlecht. Es war halt ein Dorm (Mehrbettzimmer) mit vermutlichen 20 anderen und deshalb nicht gerade leise. Sie wollte deshalb nach einer Nacht unbedingt umziehen. Wir drei haben uns geweigert umzuziehen und sie ist dann nach 2 Nächten einfach umgezogen und hat uns geschrieben, wie das neue Hostel heißt, welches doppelt so teuer war (ca. 15 Dollar).  Wir sind dann natürlich auch nachgezogen.

Es gab auch sonst immer wieder Situationen, wo sich alle einig waren, bis auf eine Person. Z.B. sind wir in Granada in die Zigarrenfabrik gegangen, wo sie sich geweigert hat, weil sie gegen Rauchen ist. In Ometepe waren wir auf ihren Wunsch in einem Hostel essen, wo es westliches Essen gab. Wir saßen draußen und einige Tische weiter hat jemand geraucht. Wir haben beim besten Willen nichts gerochen. Sie ist dann zu den Leuten an den Tisch gegangen und hat darum gebeten, dass sie bitte aufhören zu rauchen. Was diese auch wirklich gemacht haben. Dann hat aber jemand anderes angefangen zu rauchen, sodass wir umgezogen sind. Wie es der Zufall will, hat wieder jemand 8 Tische weiter angefangen zur rauchen und wir haben uns auch geweigert nochmals umzuziehen. Sodass Sie ihr Essen hat einpacken lassen und es Zuhause gegessen hat.

Aber sicherlich das krasseste waren die zwei Aktionen. Wir waren gemeinsam Essen und sie hatte wieder ihr Special Menü bestellt und hatte statt Plantain Chips (gebratene Bananen), die es überall gibt, normale Bananen. Da ich keine Bananen mag, habe ich meine Andrew gegeben. Sie hat dann Andrew gefragt, ob sie welche haben kann. Andrew hat ja gesagt hat und wollte im Gegenzug eine von ihren Bananen. Sie sagte nein und Andrew hat sich eine genommen. Dann hat sie Ihn angebrüllt, wie er eine von ihren „guten“ Bananen nehmen kann. Denn ihre nicht gebratenen Bananen sind viel höherwertig als seine gebratenen Bananen und sie hat in sein Getränk gespukt.

Und zu guter Letzt, war unsere Kollegin extrem wichtig immer schöne Bilder zu machen und es wenn Stunden dauert, um diese auf Instagram zu posten. Ich war mit ihr gemeinsam auf der Schwimmplattform in der Lagune de Apoyo und sie wollte ein Bild von ihr mit Hut. Was ich auch mit Ihrem I-Phone gemacht habe, aber natürlich war kein Bild perfekt. Auf dem einen konnte man Ihre Schulter sehen und die ist ja hässlich. Ich hab dann irgendwann gesagt, ich mach noch 2 Bilder dann ist Schluss. Leider waren natürlich auch diese Bilder nicht perfekt. Und dann habe ich mich geweigert und sie hat mich „beschimpft“, das ich Schuld sei, wenn Sie keine guten Bilder auf Instagram posten kann und wenn alle Ihre hässliche Schulter sehen. Und wenn ich jetzt kein Bild von ihr mache, dann schmeißt Sie meine Kamera, die auf der Plattform lag, ins Wasser. Ich hab mich weiterhin geweigert und das Ganze ging noch ein Zeit so, bis zum Glück jemand anderes kam der ein Bild machte.

Insgesamt war es eine trotzdem eine interessant und schöne Zeit mit der Truppe und unserer Special Lady, auch wenn ich das noch nie erlebt habe zuvor. Aber man lernt nie aus.

Ein Kommentar bei „Unsere spezielle Mitreisende…“

  1. […] fertig war. Jetzt sind die Beiträge aber vollständig online und insbesondere den Beitrag „Unsere spezielle Mitreisende…“ kann ich sehr empfehlen 🙂 […]

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