Weiter Richtung Arba Minch

Nach der Nacht in Tiya ging es am nächsten morgen alleine weiter nach Arba Minch. Im Gegensatz zu Asien, ist in Äthiopien der Fernbusverkehr nachts gesetzlich verboten, sodass man nur tagsüber im Bus reisen kann. Hierdurch „verliert“ man viel Zeit auf der Straße, insbesondere da ich ein großer Freund von Nachtbussen bin. Auf der anderen Seite gibt es einem die Möglichkeit die Natur und das Leben der Menschen auf dem Land zu beobachten. Hierbei sieht man häufig Frauen, Holz und andere Früchte auf dem Rücken durch die Gegend tragen. An Flüssen baden häufig Menschen und einige Meter weiter wird mit gelben Wasserkanistern Wasser zum trinken aus dem Fluss gewonnen. Und anschließend dann auf dem Kopf oder mit dem Essel weitertransportiert. Dies fand ich persönlich sehr bewegend, da ich mir dies vorher nicht vorstellen konnte und dies auch auf meiner Reise durch andere Länder nie gesehen habe.

Als ich abends in Arba Minch angekommen bin, wollte ich einfach nur schnell ein Hotel finden und habe deshalb das erstbeste Hotel am Busbahnhof genommen und der Besitzer war auch sehr nett und der Preis war nach etwas verhandeln auch in Ordnung. In Äthiopien bezahlt man als Tourist häufig deutlich höhere Preise, weshalb ich in der Regel immer verhandelt habe. Wobei es insbesondere bei Touristenattracktionen nichts zu verhandeln gibt. Insbesondere Nationalparks sind sehr teuer und verlangen häufig bis zu 20 Dollar Eintritt und ein Jeep mit Fahrer kostet pro Tag 150 Dollar. Aber da ich, wie im ersten Artikel beschrieben, vor allem das Leben der Einheimischen kennenlernen wollte, habe ich sowas auch nicht gemacht.

In dem Hotel in Arba Minch, konnte der Chef ein paar Wörter Englisch und war immer sehr nett und hilfsbereit zu mir. Da am Hotel ein sehr gutes Restaurant war, habe ich dort direkt einen Snack zu mir genommen und das Essen war wirklich sehr gut. Allgemein hat mir das Essen in Äthiopien sehr gut geschmeckt. Eine genauer Beschreibung, zum Essen in Ähtiopien ist bei flocutus.de, dem nach meiner Ansicht besten deutschen Reiseblog, zu finden. Dieser war kurz vor mir im Norden.

Viel faszinierender als das Essen selbst fand ich, die Gastfreundschaft und Offenheit der Äthiopier. Obwohl ich alleine gereist bin, musste ich eigentlich nie alleine Essen. Ich wurde direkt immer eingeladen, mich mit an den Tisch zu setzen und häufig wurde mir direkt angeboten bei Ihnen mitzuessen. Auch im Bus wurde ich immer angesprochen und mir bei Fragen geholfen. Ich habe auf diesem Weg sehr spannende Unterhaltungen geführt und einen guten Eindruck von Land und Leuten erhalten. Sehr interessant waren auch Gespräche bei einem Bier, das wirklich gut ist in Äthiopien, mit Studenten. Hierbei erfährt man viel über die Probleme des Landes und wie sich das Land auch in den letzten Jahren verändert hat. Auch hatten kannten Sie in der Regel die Deutsche Bundesliga in und auswendig. Deutschland hat einen sehr guten Ruf in Äthiopien, nach meinen Gefühl auch, weil viele Deutsche Hilfsorganisationen vor Ort sind und somit ein Bezug zu Deutschland besteht.

In Arba Minch habe mir noch die Gegend und den National Park angeschaut und von der sogenannten Paradies Lodage hat man einen tollen Blick über den National Park und die beiden Seen, den ich euch nicht vorenthalten möchte.

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